Mai 2019

Einige Neuigkeiten gibts vom Kerbensteig, es sind gute dabei, leider auch paar schlechte:

In den Beginn der Abstiegsschlucht runter zur ehemaligen Schönlinder Brücke hat man, vermutlich die Nationalparkverwaltung, eine absichtlich gefällte Fichte reingeworfen, um den Abstieg zu versperren. Hat aber nichts genützt, es ist schon wieder ein Trampelpfad links vorbei entstanden. Die Fichte stand vorher oben etwas neben dem Rand der Schlucht und wurde mit voller Absicht so gefällt, daß sie dort rein fällt. Das perverse dabei: die Fichte war augenscheinlich jung und gesund und wurde für diesen sinnlosen Zweck geopfert, neben dem ehemaligen Standort der Fichte steht eine noch viel dickere, aber vom Borkenkäfer befallene Fichte, die hat man stehengelassen, weil Borkenkäfer-Fichten ja in der Kernzone nicht gefällt werden. Außerdem hat man den Baumstumpf der gefällten Fichte absichtlich mit Erde und Moos bedeckt, damit niemand den frischen Schnitt sehen soll:

Kurz vor der ehemaligen Schönlinder Brücke, wenige Meter von der Kirnitzsch entfernt, hängt wieder mal eine Wildkamera am Baum, die genau auf die letzten Meter des Abstiegs vom  markierten Wanderweg runter zeigt (wie voriges Jahr). Wenige Meter neben dieser Stelle sind Reste eines Lagerfeuers zu sehen:

An der felsigen Engstelle etwas unterhalb der ehemaligen Schönlinder Brücke hat sich wieder einiges Treibholz angesammelt. Einiges aber, was noch vor 1 bis 2 Jahren dort lag, ist irgendwie weg, wahrscheinlich vom Wasser aufgelöst oder weitergeschwemmt:

An der Stelle der ehemaligen Stützmauer zwischen Teil 1 und 2 ist ein weiteres Stück Erde weggebrochen, so daß die Lücke allmählich immer größer wird (Fotos von gegenüber vom Teil 2 aus):

Sturmschäden vom letzten Winter gab es nur wenige im Kerbensteig, nur hier z.B. im Teil 3:

Gute Nachrichten:
Unbekannte Kerbensteig-Fans haben einige Stellen am Kerbensteig geputzt und von Erde und Moos befreit:
- im Teil 2 die Stelle, wo die Brücke zum Teil 3 rüberging, die ehemalige Brückenauflage im Fels ist jetzt sehr gut zu sehen.
- im Teil 3 die obere Treppe, die zur Dieskau-Tafel runterführt, wurde von Moos befreit.
- im Teil 3 die Stelle, wo die Brücke ins Böhmische rüberging, die ehemaligen Brückenauflage ist jetzt sehr gut zu sehen:

Die Stützmauer am Ostende von Teil 3 wurde von mir durch Abseilen inspiziert, weil die Mauer sich etwas nach außen wölbt. Äußerlich war aber nichts festzustellen, die Steine sind alle noch fest. Dahinter weiß man natürlich nicht, ob sich dort irgendwas staut, was auf Dauer einen gewissen Druck und damit die Wölbung verursacht und irgendwann einen Einsturz verursachen könnte. Bleibt zu hoffen, daß die immerhin 183 Jahre alte Mauer noch lange hält:

Seit etlichen Jahren lag im Teil 3 genau über der Treppe und der Dieskau-Tafel ein umgestürzter Baum, der unten eingespießt und oben verklemmt war. Nun ist es mir aufgrund der fortgeschrittenen Morschheit gelungen, den Baum endlich runterzuschmeißen:

Und zum Schluß noch 2 Stilleben (oder neudeutsch Stillleben) vom Kerbensteig:

1. - Borkenkäferbaum im Anfang vom Felsband von Teil 1

2. - Im Teil 4 auf deutscher Seite, gleich in der Nähe der ehemaligen Brücke über die Kirnitzsch (das Betreten dieser Stelle ist offiziell verboten, weil die Natur dadurch angeblich geschädigt wird, das gilt aber nur für Menschen, nicht für Gummireifen).


August 2018

Ein 16-Minuten-Video mit einer kompletten Begehung des Kerbensteiges von 2018 gibt es hier:


April 2018

Böhmischer Teil vom Kerbensteig teilweise unpassierbar

Durch die Sturmschäden im letzten Winter ist der Böhmische Teil vom Kerbensteig (Teil 4) teilweise unpassierbar geworden. Auf 200 Meter Länge, von der ehemaligen Bachbrücke an der Wolfsschlucht an bachaufwärts, liegen eine Menge umgestürzter Bäume, die schlimmste Stelle ist an der engen Stelle bei der Grenzmarkierung 26/16, dort ist der Pfad durch eine Hangrutschung von oberhalb der Felswand durch Erde und umgestürzte Bäume auf eine Länge von 20 Meter komplett verschüttet. Wer dort durch will, muß eine neue Extrem-Sportart beherrschen, nämlich Windbruchklettern.
Da hier in der Zone 1 durch die Nationalparkverwaltung auch nicht mehr aufgeräumt wird, werden sich wohl alle Kerbensteigbesucher mit dem Zustand dauerhaft abfinden müssen. Damit ist auch klar, daß die Qualität des Kerbensteiges langsam, aber sicher immer schlechter wird. Die Teile 1 bis 3 des Kerbensteiges sind aber von den Sturmschäden verschont geblieben.

Überwachung

Im Kerbensteig Teil 1, wenige Meter neben der ehemaligen Schönlinder Brücke, ist eine Wildkamera installiert. Sollen hier Tiere oder Menschen fotografiert werden? Die Wildkamera zeigt auffälligerweise genau in Richtung der letzten Meter des Abstieges vom Blau markierten Wanderweg runter zur Kirnitzsch.

Update 20.05.2018: laut Mitteilung eines Lesers ist keine Wildkamera mehr zu sehen. Augen offen halten lohnt sich also immer.

Malerarbeiten

Im 2. Halbjahr 2017 sind u.a. alle Grenzmarkierungen im Bereich Obere Schleuse über Kerbensteig bis Hinterdittersbach beidseitig der Kirnitzsch mit neuer weißer Farbe angepinselt worden, auch die Grenzmarkierungen, die nur übers Wasser erreichbar sind.
Das Paradoxe: kurz unterhalb der ehemaligen Schönlinder Brücke z.B. liegen viele umgestürzte Bäume, die nicht beseitigt werden und die auch teilweise die Kirnitzsch blockieren, die Grenzmarkierung 26/11 dort ist nur äußerst schwer erreichbar, aber man hat sich mit dem Farbeimer dorthin durchgekämpft.

Dazu kommt noch die dilettantische Ausführung der Arbeiten, denn bei einigen Grenzmarkierungen weicht die Farbe schon wieder wegen der Feuchtigkeit in der Kirnitzschklamm ab. Wer interessiert sich außerdem für die Grenzmarkierungen, ob die angemalt sind oder nicht, wo doch offiziell sowieso niemand dort hin darf?


Mai 2017

Baumbruch im Teil 1

Fotos von Baumbruch im unteren Teil der Abstiegsschlucht und an der Kirnitzsch unterhalb der ehemaligen Schönlinder Brücke. Ihrem Ziel, einen Urwald zu schaffen, ist die Nationalparkverwaltung hier ein Stück näher gekommen. Manche Baumstämme sind 20 Meter lang und einen halben Meter dick und liegen in der Kirnitzsch. Man darf gespannt sein, was damit beim nächsten Hochwasser passiert ...


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