Kerbensteig - Teil 3


Teil 3 besteht aus dem westlichen Teil des Felsbandes, der Treppe zur Kirnitzsch hinunter und einem unteren Felsband 4 Meter über der Kirnitzsch. Vom westlichen Ende des unteren Felsbandes ging früher die Brücke ans böhmische Ufer hinüber, am östlichen Ende führen einige Felsstufen zu einem weiteren schmalen Felsband  hinunter, das nur noch 1 Meter über der Wasseroberfläche liegt.

Gesamtlänge: 114 m.

davon:

- Felsband 65 m

- Treppe 14 m (oberer Teil 6 m, unterer Teil 8 m)

- unteres Felsband 35 m (ab Treppe: nach Westen 14 m, nach Osten 8 m + 5 m Felsstufen + 4 m schmales Band + 4 m etwas breiteres Band).


Das Felsband

Das Felsband, Blick vom oberen Ende der Treppe ostwärts, rechts unten die Kirnitzsch.

Unter dem Steig eine kleine Stützmauer über eine Felsspalte.

Blick zur Kirnitzsch.

Links die Felswand wurde zur Wegverbreiterung abgemeißelt.

Blick in westliche Richtung an der abgemeißelten Felswand entlang.

An der abgemeißelten Felswand die Zahl 25. Darüber steckt ein abgebrochener Eisenbolzen in der Wand. Vielleicht war hier früher eine Art Meßpunkt.

Eine kurze niedrige Stützmauer.

Blick zurück. Hier stehen auf dem Felsband über 10 Meter hohe Bäume.

An dieser Stelle ist der Steig nur 60 Zentimeter breit.

Blick von der schmalen Stelle zur Kirnitzsch.

Wenige Meter nach dem großen Felsüberhang hinten ist der Teil 3 zu Ende.

Die Felswand unter dem Überhang links ist abgemeißelt, das eigentliche Dach des Überhanges ist aber natürlicher Fels. Unter dem Überhang 2 in den Felsen gemeißelte Stufen. Rechts vorn ein Stein einer Weguntermauerung (siehe auch Bild weiter unten).

Das Felsmassiv auf böhmischer Seite.

Das östliche Ende vom Teil 3 an einer breiten Schlucht. Hier ging früher die zweite Felsbrücke rüber, auf der anderen Seite die Fortsetzung des Felsbandes vom Teil 2.

Das östliche Ende vom Teil 3.

Foto von 2013 mit einer Abseilöse am Ende der Felswand vor der Schlucht. Die Öse war mit einer grünen Tarnfarbe angesprüht.

Foto: Andreas Prescher 2013

 

Kurze Zeit später war die Öse abgesägt, Bild unten

Der Zweck der Öse ist allerdings unklar. Auch in Abseilstellung würde man nicht zum Teil 2 rüberkommen, dazu ist die Schlucht zu breit, außerdem kommt man zum Teil 2 ziemlich leicht von oben. Auch ein Abseilen in die Schlucht und zum Ufer der Kirnitzsch wäre sinnlos, dorthin kommt man auch über den Teil 2 relativ leicht. Vielleicht wollte jemand eine Seilbrücke über die Schlucht bauen?


Das östliche Ende vom Teil 3 mit dem großen Felsüberhang darüber.

Die Schlucht ist an dieser Stelle durch ihren dreieckigen Querschnitt zwischen 3,30 und 4 Meter breit.

Ein Geländerloch der ehemaligen Brücke.

Blick in die Schlucht, unten die Kirnitzsch. Die Schlucht ist hier 10 Meter tief, bis zur Kirnitzsch sind es 15 Höhenmeter.

Die Schlucht von unten. Links oben unter dem kleinen Überhang das Ende vom Kerbensteig Teil 3, rechts oben das Ende vom Teil 2.  In 15 Meter Höhe ging dort früher die Brücke rüber (hinter den zwei Bäumen).

Die Schlucht von unten von der Kirnitzsch aus. Links oben das Ende von Teil 3.

Blick vom Felsmassiv auf böhmischer Seite auf den gegenüberliegenden Kerbensteig.

Blick vom Felsmassiv auf böhmischer Seite auf das Felsband, den Felsüberhang und den davor liegenden kleinen Felsabsatz am Ende vom Kerbensteig Teil 3.

Links vom Felsabsatz eine Stützmauer, rechts die Schlucht, über die die ehemalige Brücke führte.

Blick vom kleinen Felsabsatz zurück auf die letzten Meter des Felsbandes vor dem großen Felsüberhang. Hier ist noch deutlich eine Stützmauer mit großen Steinen zu erkennen.

Detail der Stützmauer.

Die Stützmauer von unten von der Kirnitzsch aus. Hier erkennt man, welche Mühe der Bau des Kerbensteiges gekostet haben muß, denn die Bauarbeiter konnten diese Stützmauer z.B. nur an Seilen hängend und gesichert in die Felsspalte einbauen.

Das östliche Ende von Teil 3 von unten von der Kirnitzsch aus. Links oben die Stützmauer, über dem großen Überhang der kleine Felsabsatz am Ende vom Teil 3.

Blick vom kleinen Felsabsatz zur Kirnitzsch und zum Felsmassiv auf böhmischer Seite, dahinter die Einmündung der Raubschützenschlüchte.


 Die Treppe und das untere Felsband

Die obere Teil der Treppe mit 4 alten verrosteten Geländerstangen.

Der obere Teil der Treppe ist aus natürlichem Sandstein herausgemeißelt, ist 6 Meter lang und hat insgesamt 16 Stufen.

Der untere Teil der Treppe. Rechts unten an der Felswand die Inschrift vom Bau des Kerbensteiges 1836.

Auf der obersten Stufe der unteren Treppe eine alte eiserne Kantenbefestigung.

Inschrift vom Bau des Kerbensteiges 1836. Wörtlich lautet der Text:

 

Diesen Felsen-Weg

veranstalte. der H:Maj.v.Dieskau

veranschlagt, d: H:Bau-Cont.Loose

gebaut, d: floszvorst. Sturm 1836

 

Bedeutet:

der Auftraggeber für den Bau des Kerbensteiges war ein Major v. Dieskau, die Planung hatte der Baukontrolleur Loose, und gebaut wurde der Steig durch den Floßvorsteher Sturm 1836.

 

Größe der Inschrift:

115 x 58 Zentimeter

Unterer Teil der Treppe aus gesetzten Sandsteinstufen und unteres Felsband 4 Meter über der Kirnitzsch. Die Treppe ist 8 Meter lang und hat 19 Stufen. Hinter dem Baum vorn führen noch einige Stufen fast bis zum Wasser hinunter.

Westlicher Teil des unteren Felsbandes, von der Treppe aus 14 Meter lang. Vom hinteren Ende, bei der weißen Grenzmarkierung, ging früher die Brücke nach links über die Kirnitzsch ans böhmische Ufer.

Am westlichen Ende des unteren Felsbandes.

Die ehemalige Grenzmarkierung DDR 26/15, jetzt mit einem D übermalt.

Die Stelle der ehemaligen Brücke. Drüben bei den Felsblöcken stand früher ein Brückenpfeiler, rechts unter der Fichte ist noch ein kleines Stück vorhanden, der Rest wurde wahrscheinlich durch Hochwasser weggerissen (siehe auch Bild in Teil 4).

Der untere Teil der Treppe mit der Inschrift an der Felswand, die ebenfalls etwas abgemeißelt wurde, um die Treppe besser anfügen zu können.

8 Meter östlich der Treppe führt diese aus natürlichem Sandstein gemeißelte 5 Meter lange Treppe zu einem schmalen Felsband hinunter, das nur noch 1 Meter über der Kirnitzsch liegt.

Das schmale Felsband ist  8 Meter lang, die ersten 4 Meter sind nur 30 Zentimeter breit.

Am Ende des schmalen Bandes führen links 4 kleine bemooste Stufen direkt bis zum Wasser. Dann wird für die letzten 4 Meter das Felsband wieder breiter.

Die Sandsteintreppe, das schmale Band, die 4 Stufen zum Wasser und rechts das etwas breitere Band.

Blick ostwärts in die schmale Felsenklamm der Kirnitzsch. Links die letzten 4 Meter des hier wieder etwas breiteren Felsbandes.

Am Ende bei der kleinen grünen vorspringenden Kante ist links davon ein Trittloch und darüber noch 4 Stufen zu erkennen, die eindeutige Meißelspuren aufweisen. Die Bedeutung der Stufen ist unklar, denn der Hang darüber ist unersteigbar steil. Vielleicht hängen die Stufen mit der früheren Flößerei zusammen.

Links an der Felswand sind noch 3 Buchstaben eingemeißelt.

Die Buchstaben CAB an der linken Felswand.

Hier führen nochmal 2 kleine Stufen zum Wasser. Vielleicht konnten sich hier früher die müden Wanderer die Füße kühlen?

Blick Richtung Osten in die enge Felsenklamm der Kirnitzsch. Rechts an der Felswand die Grenzmarkierung 26/14. Ungefähr 30 Meter weiter hinten an der linken Felswand die Grenzmarkierung 26/13 DDR, diese ist nur über den "Wasserweg" zu erreichen.

Die Grenzmarkierung 26/14.

In der Kirnitzsch

Blick Richtung Westen, rechts oben geht Teil 3 entlang. Vorn etwas rechts um die Ecke sind die Stufen zum Wasser.

Im Bild rechts die Grenzmarkierung 26/13 DDR. Im Wasser stehend ist die Markierung nicht mit der Hand zu erreichen, die "Hersteller" der Markierung müssen also im Wasser auf einer Leiter (!) gestanden haben.

Grenzmarkierung 26/13 DDR.


Enthusiasten am Kerbensteig

Ein Leser, der gern anonym bleiben möchte, hat im August 2017 die folgenden Fotos vom Jahr 2002 zugeschickt. Er hatte damals schon in mehrtägiger Arbeit versucht, am Kerbensteig u.a. das Felsband im Teil 3 an mehreren Stellen mit eigenen Mitteln frei zu halten und zu beräumen. Davon zeugen die folgenden Fotos, jeweils vor und nach dem Beräumen. Die schlechte Qualität der Bilder ist der damaligen digitalen Foto-Technik geschuldet.

Man kann froh sein, daß es solche Aufnahmen gibt, sonst hätte man in Kürze überhaupt mehr keinen Nachweis über das Aussehen des Kerbensteiges in letzter Zeit. Man muß auch bedenken, daß solche Arbeiten, die auf den Fotos dokumentiert sind, offiziell verboten sind.

Die Aufnahmen zeigen, daß der Kerbensteig ohne die Hilfe von solchen Enthusiasten längerfristig noch schneller zuwachsen und in den einzelnen Teilen noch schwieriger begehbar wäre.

Es ist traurig, daß die Nationalparkverwaltung der Sächsischen Schweiz nichts tut zur Erhaltung für diesen kulturhistorisch wertvollen Weg, über den früher eine der Hauptwanderrouten im Gebiet führte. Man kann froh sein über solche Enthusiasten, die sich mit solchen Aktionen um den Erhalt des Kerbensteiges kümmern.

Stelle zwischen der Treppe und der früheren Stelle der Brücke über die Kirnitzsch ins Böhmische (vor und nach dem Beräumen).

Stelle ungefähr in der Mitte vom Teil 3 (vor und nach dem Beräumen).

Stelle kurz vor dem östlichen Ende von Teil 3, links unten die Stützmauer (vor und nach dem Beräumen).

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