Fremdenweg

Der Fremdenweg war früher der bekannteste Wanderweg in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Er führte vom Lichtenhainer Wasserfall über Kuhstall, Kleiner Winterberg und Großer Winterberg zum Prebischtor und weiter nach Herrnskretschen. Schon vor 1900 war der Fremdenweg so gut ausgebaut, daß Touristen mit dem Pferd fast bis ans Prebischtor rangeführt werden konnten. Gesperrt sind heute die sogenannten Winterbergkehren am Kleinen Winterberg, und das 2,7 Km lange Stück von der Wegkreuzung östlich des Großen Winterberges bis zum Prebischtor.

Schöne Aussichten am Fremdenweg: das Kanapee mit Blick zum Prebischgrund und die berühmte Ostansicht vom Prebischtor. Daneben gibt es noch mehrere andere Aussichten, die aber teilweise etwas abseits vom Fremdenweg liegen (siehe Karten bei den Fotos), z.B. die Prebischgrund-Aussicht, die beste und umfassendste Aussicht.

Auf den letzten 200 Metern des Fremdenweges vor dem Prebischtor gab es früher 5 Brücken, die alle abgerissen sind. 4 davon kann man gut umgehen (siehe Skizze bei den Fotos), allerdings gibt es dann buchstäblich auf den letzten Metern des Fremdenweges seit 2014 eine neue eiserne Absperrung, um das illegale Betreten des Prebischtorgebietes von hinten zu verhindern. Die Absperrung läßt sich nur mit Hilfsmittel (kurzes Seil, Klettergurt o.ä.) umklettern.

Fotos vom gesperrten Teil des Fremdenweges von der Wegkreuzung östlich des Großen Winterberges bis zum Prebischtor:

Auf dem Prebischtor:

Das Betreten vom Prebischtor ist schon seit 1982 aus Naturschutzgründen verboten, u.a. wegen starker Felsabnutzungserscheinungen auf dem Tor durch die Wanderer.

Offiziell zugängliche Stellen: Prebischtor von unten, Aussichten Kreuzstein und Edmundstein:

1884 wurde die Gaststätte "Falkennest" gebaut und ab diesem Zeitpunkt wurde auch Eintritt zu den Aussichten am Prebischtor verlangt.

Die Müllkippen hinter dem Prebischtor:

Hinter dem Prebischtor wurde seit über 100 Jahren der Gaststättenmüll der Prebischtorgaststätte "Falkennest" in den nördlich gelegenen Hirschgrund entsorgt, obwohl schon früher die Wirte der Gaststätte angehalten wurden, den Müll ordentlich zu entsorgen. Dies hat aber wahrscheinlich nie richtig funktioniert, erst recht nicht zu CSSR-Zeiten. Auch nach 1990 scheint noch einiges dazugekommen zu sein. Die Müllhalden liegen heute in der Zone 1 des Nationalparkes Böhmische Schweiz und das Betreten ist aus Naturschutzgründen untersagt. Der Müll ist also offensichtlich nicht schädlich für die Natur, wohl aber der Mensch, wenn er dieses Gelände betritt.


Besucherzaehler