Thorwalder Gratweg

Der Thorwalder Gratweg führt als Höhenpfad über die höchsten Stellen der Thorwalder Wände im Großen Zschand (in alten Wanderführern wurde er Thorwalder-Wand-Steig genannt).  Er existierte in Teilen wahrscheinlich schon ab 1820 und wurde nach 1850 umfangreich mit Stufen und Stiegen ausgebaut, danach mehrfach erneuert, zuletzt in den 1950er Jahren. Im südlichen Teil führte zusätzlich ein Abstecher über mehrere Holzbrücken auf das Lange Horn, ein 400 Meter langes Aussichtsriff. Seit 1980 ist der Thorwalder Gratweg aus Naturschutzgründen gesperrt, die Stiegen und Steighilfen aus Holz wurden entfernt, auch die Holzbrücken zum Langen Horn.

Kennzeichnend für den Wegverlauf des Thorwalder Gratweges ist ein ununterbrochenes Auf und Ab über den Höhenrücken der Thorwalder Wände, teils über alte in Fels gemeißelte Stufen, an mehreren Stellen, wo die früheren Steighilfen fehlen, ist heute auch leichte Kletterei erforderlich (bei den Fotos als Kletterstelle erwähnt). Gute Kondition ist deshalb erforderlich, die Länge beträgt mindestens 4 Km mit ca. 450 Höhenmetern (bergauf), dazu kommen noch 9 Km für An-und Abmarschweg ab der Neumannmühle im Kirnitzschtal, bei Abstechern zu seitlich gelegenen Aussichten und bei Besuch von Hickelkopf und Hickelhöhle noch mehr.

Eine ausführliche Karte des Thorwalder Gratweges mit allen Einzelheiten (sogar die Anzahl der Felsstufen wurde gezählt) gibt es in "Stille Wege", Band 2, von Axel Mothes, Stiegenbuchverlag.

Fotos von der Strecke Zeughaus, Hochhübelweg, Thorwalder Gratweg, Hickelkopf, Hickelhöhle:

Langes Horn
Vom südlichen Teil des Thorwalder Gratweges gab es früher einen Abstecher zu einer Aussicht auf dem Langen Horn, ein 400 Meter langes Felsriff, das wegen mehrerer Felsspalten nur über Holzbrücken erreichbar war. Als 1980 der Thorwalder Gratweg gesperrt wurde, wurden auch die Brücken zum Langen Horn abgerissen. Seitdem kommt man auf das Lange Horn nur über eine sehr steile Möglichkeit auf der Südwestseite oder durch direktes Klettern durch Felsspalten. Pfadspuren von früher sind oben keine mehr zu finden, die ehemalige Aussicht vorn am Riff ist wegen einer kurz davor liegenden Felsspalte nur mit einem Stück Seil erreichbar. Durch den vor der Aussicht liegenden mit Bäumen bewachsenen Klettergipfel Langes Horn ist die Aussicht in den Großen Zschand leider etwas eingeschränkt.


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